Allgemeines: Puten im Alpenraum
Beschreibung
Das Haustruthuhn (Meleagris gallopavo f. dom.)
Truthühner zählen zur Ordnung der Hühnervögel, die Gattung ist nur mit einer Art, dem Bronzetruthuhn (Meleagris gallopavo), und sieben Unterarten vertreten. Truthühner haben einen ausgeprägten Geschlechterdimorphismus, die männlichen Tiere werden etwa doppelt so schwer wie die weiblichen.
Bereits um 500 n. Chr. domestizierten die indigenen Völker Nordamerikas den Truthahn aus dem wilden Bronzetruthahn. In der mesoamerikanischen Kultur der Azteken vom 14. bis zum 16. Jahrhundert im heutigen Mexiko war der Truthahn eine wichtige Fleischquelle. Laut R. D. Crawford (1984) wurden die ersten domestizierten Truthähne wahrscheinlich im frühen 16. Jahrhundert von spanischen Seefahrern unter dem Namen „Indianerhühner“ nach Europa gebracht und verbreiteten sich rasch.
Im Alpenraum ist keine einheimische Truthahnrasse oder -art belegt. Um 1900 wurden in Mitteleuropa neben gewöhnlichen Truthähnen auch große, schwere Bronzetruthähne, schwarze Truthähne, weiße oder Virginia-Truthähne, kupfergelbe und rote Truthähne, blaue Truthähne sowie gesprenkelte und gefranste Truthähne gezüchtet. Zu den seltenen Truthahnrassen zählen der Blaue Truthahn, der Bronzetruthahn und der Cröllwitz-Truthahn, die in Österreich, Deutschland und der Schweiz gehalten werden. In Norditalien ist der Bronzato Comune, der gewöhnliche Truthahn, die einzige weit verbreitete Rasse. In Frankreich wird der Bresse-Truthahn noch immer wegen seines Fleisches gezüchtet.
Bereits um 500 n.Chr. domestizierten die Ureinwohner Nordamerikas aus der Wildart Bronzetruthuhn das Haustruthuhn. In der mesoamerikanischen Kultur der Azteken des 14. bis 16. Jahrhunderts, im heutigen Mexiko, war das Truthuhn ein wichtiger Fleischlieferant. Nach R. D. Crawford (1984) wurden die ersten Haustruthühner vermutlich durch spanische Seefahrer im frühen 16. Jahrhundert als sogenannte „Indische Hühner“ nach Europa eingeführt und rasch verbreitet.
Für den Alpenraum sind keine autochthonen Putenrassen und Schläge nachgewiesen. Um 1900 wurden in Mitteleuropa neben den gemeinen Puten die grossen, schweren, bronzefarbigen Puten, schwarze Puten, weisse oder sog. Virginische Puten, gelbe und rote Kupferputen, blaue sowie gescheckte und gesäumte Putenfarbschläge gehalten. Unter den seltenen Putenrassen werden in Österreich, Deutschland und der Schweiz die Blaue, Bronze und Cröllwitzer Pute gezüchtet. In Norditalien ist die Bronzato comune, die Gemeine Pute, als einzige Putenrasse weit verbreitet.
Allgemeines und Geschichte
Bereits um 500 n. Chr. domestizierten die indigenen Völker Nordamerikas den Truthahn aus dem wilden Bronzetruthahn. In der mesoamerikanischen Kultur der Azteken vom 14. bis zum 16. Jahrhundert im heutigen Mexiko war der Truthahn eine wichtige Fleischquelle. Laut R. D. Crawford (1984) wurden die ersten domestizierten Truthähne wahrscheinlich im frühen 16. Jahrhundert von spanischen Seefahrern unter dem Namen „Indianerhühner“ nach Europa gebracht und verbreiteten sich rasch.
Im Alpenraum ist keine einheimische Truthahnrasse oder -art belegt. Um 1900 wurden in Mitteleuropa neben gewöhnlichen Truthähnen auch große, schwere Bronzetruthähne, schwarze Truthähne, weiße oder Virginia-Truthähne, kupfergelbe und rote Truthähne, blaue Truthähne sowie gesprenkelte und gefranste Truthähne gezüchtet. Zu den seltenen Truthahnrassen zählen der Blaue Truthahn, der Bronzetruthahn und der Cröllwitz-Truthahn, die in Österreich, Deutschland und der Schweiz gehalten werden. In Norditalien ist der Bronzato Comune, der gewöhnliche Truthahn, die einzige weit verbreitete Rasse. In Frankreich wird der Bresse-Truthahn noch immer wegen seines Fleisches gezüchtet.





